Au Backe!

Eigentlich wollte ich mal etwas aus unserem Alltag berichten – da stand diese Woche nämlich eine Besuch des Tierarztes an. Nun entwickelt sich das ganze aber in eine Richtung, die ich vorher nicht erwartet hatte. Aber der Reihe nach:

Für Whisper stand diese Woche eine Impfung, die Tupferprobe und eine Kontrolle der Zähne an. Das Impfen hat sie tapfer ertragen, auch bei der Tupferprobe war sie ganz brav. Noch dazu gab es die Info, dass sie kurz vor der Rosse ist, nun heißt es also aufmerksam sein! Wieder ein kleiner Schritt Richtung Fohlen geschafft. Die Tupferprobe ist Voraussetzung dafür, dass sie gedeckt werden darf (sofern bei der Untersuchung alles ihn Ordung ist).

Leider hat sich die Zahnkontrolle dann als nicht so positiv dargestellt. Ich hatte im Vorwege schon vermutet, dass sich evtl. wieder Kanten oder ähnliches gebildet haben, da sie etwas maulig auf ihr Gebiss reagiert hat in den letzten Tagen. Sie lief aber trotzdem gut, nur äußert sie schon immer ihren Unmut, egal über was, über Maul und Zunge. Sie kaspert dann richtig rum, was meistens eher lustig aussieht, wenn sie so auf der Stallgasse steht und wilde Verrenkungen mit dem Kopf macht und dabei die Zunge aus dem Maul hängt. Genau diese Vorahnung hat sich dann noch etwas schlimmer bestätigt: Auf der linken Seite ist bei einem der Backenzähne ein Stück abgebrochen, da sammeln sich nun Futterreste und verursachen Probleme. Nach vielen hin und her überlegen und mehrfachem Inspizieren des problematischen Zahnes gab es dann die Empfehlung, den Zahn entfernen zu lassen. Dafür braucht Whisper also nun einen Termin in der Klinik. Und das auch gerne zeitig, damit wir noch die Möglichkeit haben, die nächste Rosse zu nutzen. Etwas erholen soll sie sich dann ja auch noch. Ebenso werden ein paar Nachbehandlungen nötig sein. Alles Dinge, die ich so natürlich nicht eingeplant hatte. Mein Fahrplan bestand jetzt nur noch aus Schritten Richtung Hengstauswahl und Stuteneintragung in Richtung Fohlen 2018. Aber um Whisper eine schöne Auszeit auf der Weide zu bescheren, werde ich um diese OP nicht herum kommen. Wenn sie erst mal tragend ist, wird es schwer noch ohne Risiko einen Eingriff vornehmen zu lassen, zumal ich nicht abwarten möchte, bis sich Eiter gebildet und die ganze Lage durch eine Entzündung verschlechtert hat. Schließlich kann sie mir ja auch nicht mitteilen, ob es auszuhalten ist oder sie richtige Schmerzen hat. Da sie im Umgang und auch bei der Arbeit wie immer ganz lieb ist, lässt sich das eben schwer einschätzen. Allerdings handle ich lieber jetzt, bevor wir noch böse Komplikationen bekommen. Sie wird es mir bestimmt danken – denn wer hat schon gerne Zahnschmerzen?

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